Helene lÀchelt in die Kamera. Sie hat langes Haar und trÀgt Ohrringe.

WIR SIND gaia – Organisation und Zukunft mit Helene

Wie arbeiten wir eigentlich? Wen gibt es außer Karla, Lucas und Paol sonst noch? Bei WIR SIND gaia erzĂ€hlen Menschen von ihrer Arbeit bei uns und wie sie zu uns gekommen sind.

In diesem Beitrag geht es um Helene. Was ihre genaue Jobbezeichnung ist, kann sie auch nicht genau sagen, aber eins ist klar: Ohne Helene lĂ€uft bei uns nichts mehr. Sie organisiert, hat den Überblick und schaut fĂŒr uns in die Zukunft. Kurz: Sie hĂ€lt den Laden an allen Ecken und Enden zusammen.

Warum und wie sie bei gaia gelandet ist und wie ihr Arbeitstag aussieht, erzÀhlt sie uns hier:

“Nach dem Abitur wollte ich anschließend an mein freiwilliges soziales Jahr in die Wirtschaft. Mein Ziel war es, mich in einem Bereich zu bilden, der die Gesellschaftlichen- und Umweltsysteme stark beeinflusst. Mit meinem Abschluss wollte ich den Schritt in etwas wagen, was mir zwar nicht unbedingt lag, wo ich aber etwas verĂ€ndern und die Welt ein StĂŒck besser machen konnte.

Nach einem Versuch in Management und Wirtschaftschinesisch und einem Jahr in China und SĂŒdostasien, fand ich an der Alanus Hochschule was ich wollte. Der Studiengang „Wirtschaft neu denken“ in Bonn setzte sich mit Themen aus der Wirtschaft auseinander – versucht aber neue AnsĂ€tze zu finden. Das war genau das was ich gesucht hatte: Wirtschaft, also BWL, aber weitergedacht und mit einem kritischen, weitsichtigeren Blick.

Da das Studium dual aufgebaut war, arbeitete ich wĂ€hrend der Semesterferien bei Germanwatch e.V. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation setzt sich durch unterschiedliche Methoden, zum Beispiel durch Lobbyarbeit und die Erstellung von Hintergrundpapieren, fĂŒr einen Wandel in unserer Gesellschaft und einem sozialvertrĂ€glichen und zukunftsfĂ€higen Umgang mit der Umwelt ein.

Noch nie von Germanwatch e.V. gehört? Hier kannst dir anschauen, was die Organisation unter anderem macht: 

Nach dem Bachelor ging ich nach Hamburg. Die Stadt gefiel mir schon immer. Ich bin hier geboren und aufgewachsen, zog aber mit 10 Jahren fĂŒr ein Jahr nach Bangkok und mit zwölf mit meiner Familie nach Siegen in die Mitte Deutschlands. Ich wollte an einen Ort, den ich mir persönlich ausgesucht hatte und nicht weil es dort ein spezielles Angebot fĂŒr mich gab.

Einen Job hatte ich aber noch nicht und bewarb mich deswegen auf verschiedene Stellen, die fĂŒr mich in Frage kamen. Erst mal irgendwo einen Fuß in TĂŒr bekommen – das war die Devise.

TatsĂ€chlich fand ich eine Stellenausschreibung auf der Plattform goodjobs.de. gaia bot eine Festanstellung in der Produktion, mit der Möglichkeit weiter in das Unternehmen einzusteigen an. Das Bewachsen und Falten von BienenwachstĂŒchern, machte mir zwar Freude, war aber nicht lĂ€ngerfristig mein Aufgabenbereich. Doch es war erst mal eine Stelle, mit der ich die Miete und die sonstigen Kosten bezahlen konnte. Außerdem meinte Paol mein Lebenslauf sei interessant und ich wĂŒrde gut in das Unternehmen reinpassen. Einen Versuch war es also wert und wĂ€hrenddessen konnte ich mich immer noch nach anderen Möglichkeiten umschauen.

Ich ĂŒberlegte nicht lange und wechselte aus der Produktion an den Schreibtisch.

Nach ein paar Wochen kam Lucas auf mich zu und bot mir an, in einen anderen Bereich zu wechseln. gaia brauchte jemanden, der Struktur in die AblĂ€ufe brachte und sich parallel um die GrĂŒndung des Vereins kĂŒmmerte. Eine Person, die als Schnittstelle zwischen Produktion, Mitarbeiter*innen und der GeschĂ€ftsfĂŒhrung fungiert. Ich ĂŒberlegte nicht lange und wechselte aus der Produktion an den Schreibtisch.

Mein Tag geht um Neun im Office mit einem Tee und der Tagesplanung los. Vormittags sind in der Regel immer Meetings. Dann sind alle noch wach im Kopf und wir kommen zu besseren Ergebnissen. Danach gibt es ein leichtes Mittagessen und ich gehe kurz mit meinem Hund Sum um den Block.

Hund Sum liegt auf einer Decke und döst.
Bis zur Mittagspause döst Sum entpannt vor sich hin. Foto: gaia

Nachmittags steht das Operative GeschĂ€ft an: Mails bearbeiten, Gehaltstrukturen planen, Prozesse formalisieren, Methoden erarbeiten, BeschlĂŒsse aus den Meetings festhalten und an alle kommunizieren oder auch mal die Organisation eines Teamevents. Nebenbei kĂŒmmere ich mich um die GrĂŒndung und die strategische und inhaltliche Ausrichtung unseres Vereins.

Am meisten gefÀllt mir die Verantwortung und SelbststÀndigkeit. Niemand schaut mir auf die Finger, Karla, Lucas und Paol schenken mir viel Vertrauen und lassen mich einfach machen. Ein guter Workflow entsteht durch die perfekte Balance zwischen Konzentration und Können. Also wenn ich Gelerntes anwenden kann und dabei genug herausgefordert werde. Was tatsÀchlich gerade hÀufig der Fall ist und mir viel Freude macht.

Es kann aber auch manchmal Reibungen geben. Die entstehen im Prozess des Wachstums und der Umstrukturierung. Vieles funktioniert in der GrĂŒndungsphase ĂŒber mĂŒndliche Zusagen und ist nicht ĂŒber formalisierte AblĂ€ufe geregelt. Da kann schonmal etwas untergehen. Doch genau diese Erfahrungen bieten Entwicklungspotenzial. Daher sehe ich es eher als Herausforderung und nicht als Problem. Ich baue sie einfach in meinen Arbeitsablauf ein, was wirklich gut klappt.”

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