Nachhaltige-Ostern

Mit diesen Tipps feierst du Ostern nachhaltig!

Aktualisiert am 26. Juli 2021 von Paol Gross

Es ist wieder soweit: Bunte Ostereier, Schokohasen und der ein, oder andere Osterbrunch warten auf uns. Ostern ist heute ein Fest, das nicht nur in christlichen Kreisen gefeiert wird, sondern allgemein sehr beliebt ist – bei Kindern wie Erwachsenen. Und, Überraschung: Damit ist es auch zu einem lukrativen Geschäft für die Konsumindustrie geworden, die überall mit kleinen Geschenken, Deko-Artikeln und Naschereien lockt. Wir haben ein paar Tipps für dich zusammengetragen, wie du dein Osterfest trotzdem nachhaltig und umweltfreundlich gestalten kannst, ohne in die Konsumfalle zu tappen.

 

Setze auf Zero-Waste-Deko

Künstliches Ostergras? Nein, danke! Echtes Gras, Heu oder Moos sind nicht nur schöner, sondern auch nachhaltiger und günstiger! Auch Plastiknester, die es jetzt in Drogerien und jedem Supermärkten gibt, sind überflüssig und in den meisten Fällen weder fair, noch nachhaltig produziert. Osternester in verschiedenen Varianten lassen sich ganz einfach selbst basteln. Es ist wirklich ganz easy, versprochen! Eine Anleitung findest du hier

Auch für die Plastikzweige aus dem Supermarkt oder die teuren Deko-Zweige aus dem Baumarkt, die häufig so früh genommen wurden, dass sie in der Vase gar nicht mehr aufblühen, gibt es Alternativen. Vielleicht findest du auf deiner täglichen Spazierrunde schönes Geäst? Oder du hast sogar selbst Baumschnitt in deinem Garten? Achtung: Bitte schneide niemals Weiden- oder Palmkätzchen ab. Die kleinen flauschigen Blüten sind eine der wichtigsten Nahrungsquellen, die Insekten wie Bienen zu dieser Jahreszeit finden – deswegen stehen diese Weiden in vielen Bundesländern auch unter Naturschutz.

Bienen-Nahrungsquelle
Foto: Petr Ganaj/Pexels

 

Augen auf beim Eierkauf!

Bunte Eier zum Frühstück sind natürlich der absolute Osterklassiker! Deswegen stehen in den Supermarktregalen alle Jahre wieder hart gekochte, gefärbte Eier. 

Dass beim Kauf von Eiern im Allgemeinen auf die Herkunft geachtet werden sollte, ist nichts Neues – mit Bio-Eiern kannst du hier in der Regel nichts falsch machen. Bodenhaltung, Freilandhaltung oder ökologische Erzeugung? Die Begriffe können verwirrend sein. Hier erklärt dir der WWF, was die „geheimen“ Codes auf den Eiern bedeuten.

Kommen wir noch einmal zurück auf die hartgekochten Ostereier – leider müssen diese beim Verkauf ihre Herkunft nicht kennzeichnen – die Pflicht für die Codes gelten nämlich nur für rohe Eier. Wer die fertig gefärbten Frühstückseier also kauft, hat keinerlei Aufschluss darüber, unter welchen Bedingungen diese hergestellt wurden – von der Tierhaltung bis zu den Inhaltsstoffen der Farbe. Kaufe also lieber rohe Bio-Eier und bemale sie selbst. Du kannst sie vorher entweder kochen, oder ausblasen – bei zweiterem nutze doch das flüssige Innere für Rührei oder einen Kuchen, damit du nichts verschwendest. Hier geht´s zu einem meeega leckeren Rezept für einen einfachen und saftigen Karottenkuchen.

Übrigens: Die Eierfarbe musst du nicht kaufen, du kannst sie mit einfachen Lebensmitteln, die du vielleicht sogar schon zuhause hast, selbst herstellen. So vermeidest du auch die Verwendung von ungesunden, oder gar giftigen Farbstoffe.

FarbeNatürliches Färbemittel
RotRote Beete
GelbKurkuma
BlauHeidelbeeren oder Holundersaft
GrünMatcha
Eier nachhaltig färben DIY
Foto: Ksenia Chernaya/Pexels

 

Bewusst brunchen

Der Osterbrunch ist unser Lieblingspart vom Osterfest. Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Kaufe bewusst ein und übertreibe es nicht mit den Mengen. Wir kennen es doch alle: Oft bleibt sehr viel übrig und es landet am Ende im Müll. 

Achte auch darauf, dass du auf regionale Produkte setzt. Tipp: Statte doch lieber dem Wochenmarkt einen Besuch ab, anstatt deine Ostereinkäufe im Supermarkt zu erledigen. Das spart nicht nur viel Müll durch Verpackungen, sondern ist ganz nebenbei ein richtig schönes Kauferlebnis – gerade in Lockdown-Zeiten ist das Schlendern über den Markt eine willkommene Abwechslung und man bekommt von den Händlern gern den ein, oder anderen Geheimtipp zur Zubereitung von Obst und Gemüse. Tipps zum plastikfreien Einkauf bekommst du hier.

Überdenke auch Traditionen, wie Fisch am Karfreitag und das Osterlamm, denn das ist fast immer mit Tierleid verbunden. Das Lammfleisch, das zu Ostern verkauft wird, stammt nämlich von Lämmern, die im Winter geboren und oft im kalten Stall gemästet werden, um zu Ostern das gewünschte Gewicht zu erreichen. Vielleicht versuchst du dich also dieses Jahr einmal an einer vegetarischen Auswahl? Es gibt sooo leckere Alternativen! Hier findest du Inspiration für einen Veggie-Oster-Brunch. Wenn du auf Fisch und Fleisch dennoch nicht verzichten möchtest, achte auf die Herkunft und die richtigen Siegel. Auch dafür gibt es beim WWF einen Ratgeber für den Einkauf von Fisch und Fleisch.

Falls am Ende doch etwas übrig bleibt, verzichte auf Alu- oder Plastikfolie zur Aufbewahrung, oder um deinen Gästen etwas mitzugeben. Verwende lieber unsere Bienenwachstücher oder Wachsbeutel für die Aufbewahrung und den Transport. Die eignen sich übrigens auch super, um die Reste einzufrieren. Wie genau das geht, erfährst du hier.

Auf einer Küchentheke liegen drei Gemüsebeutel mit unterschiedlichen Einkäufen. Davor steht ein Kaffe im Glas.
Foto: gaia/Bettina Theuerkauf

 

Kaufe faire Schoko-Hasen

Fair Trade Schokolade
Foto: Olya Kobruseva/Pexels

An Ostern unverzichtbar: Schokolade – in Form von Eiern, Osterhasen oder Küken. Die Auswahl ist riesig. Jedes Jahr werden in Deutschland zu Ostern rund 220 Millionen Schoko-Hasen produziert – die wenigsten Anbieter verzichten dabei leider auf Plastikverpackung, Palmöl und Kinderarbeit. Das macht es nicht unbedingt leicht, darunter Produkte zu finden, die fair produziert und nachhaltig angebaut wurden.

Aber: Es gibt die geliebten Schoko-Hasen und Eier auch in der fairen Variante. Bio-zertifizierte Schokolade erkennst du zum Beispiel am Fairtrade-Siegel. Auch ein Blick auf die Zutatenliste kann aufschlussreich sein – die ist bestenfalls so kurz wie möglich und enthält nur die relevanten Zutaten. Am leichtesten machst du es dir, wenn du die Suche nach deinen Oster-Sweets direkt in der Bio-Abteilung des Supermarktes oder der Drogerie startest: hier wirst du sicherlich schnell fündig, ohne einen langen Blick auf’s Kleingedruckte.

 

Wenn du einen, oder mehrere unserer Tipps beherzigst, wirst du merken: Nachhaltigkeit auch an Feiertagen zu leben, ist gar nicht so schwer. Und: Mit gutem Gewissen schmeckt´s einfach besser! Wir wünschen dir schöne, leckere und fröhliche Ostertage!

Titelbild: Karolina Grabowska/Pexels

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