Das Team von enyway blickt in die Kamera.

Motivieren statt resignieren – 5 Fragen an enyway

You never walk alone! Unsere Reihe SAME GOAL – SAME SOUL zeigt andere Unternehmen und Organisationen, die wir gut finden und mit denen wir zusammenarbeiten. Denn wir teilen das gleiche Ziel: Wir wollen jetzt die Welt ein Stück besser machen und uns gegenseitig unterstützen.

Hier geht es um enyway. enyway hat einen Online-Marktplatz für Ökostrom entwickelt, über den Verbraucher*innen nachvollziehen und bestimmen können, von wem ihr Strom kommt. Anders gesagt: Weißt du, wo dein Strom herkommt und hast mit den Produzent*innen schon mal einen Kaffee getrunken? Mit enyway geht genau das. Sie bringen private Stromproduzen*innen mit ihren Kund*innen zusammen und wollen so den Strommarkt demokratisieren. Seit 2020 bietet enyway auch die Möglichkeit für jeden klimaneutral zu leben: Mit einer Investition in ein Baumprojekt kann man bis zu 5 Jahre seinen CO2-Verbrauch kompensieren.

1. Was wollt ihr mit enyway erreichen?

Wir wollen mit zukunftsweisenden Ideen neue Wege in ein klimapositives Leben aufzeigen. Dafür bieten wir als Online-Plattform Lösungen, die einfach, digital und transparent sind – mit spürbarem Impact auf den CO2-Fußabdruck. Dabei wollen wir begeistern statt belehren, motivieren statt resignieren und handeln statt nur zu reden. Und wir möchten jeden mitnehmen, der wie wir an eine (klima-)positive Zukunft glaubt.

2. Was treibt euch an und woher kommt die Motivation, die hinter enyway steckt?

Alle haben bei enyway mit dem Wunsch begonnen, die Welt ein bisschen besser zu machen. Wir denken und arbeiten anders, als das bisher in der Energiewirtschaft üblich war. Nämlich in selbstorganisierten, agilen Teams. So bringen wir unterschiedliche Erfahrungen und vielfältige Sichtweisen zusammen, um immer die beste Lösung zu finden.

Dabei sind vor allem Motivation, Kompetenz, Mut und Teamspirit wichtig. Ob von Zuhause arbeiten, erst um elf Uhr den Rechner hochfahren oder gerne Hawaiihemden tragen: Bei uns darf jeder Mensch arbeiten, wie sie oder er mag. Diese Freiheit lässt auch die kreativsten und innovativsten Gedanken zu. So können wir jeden Tag und ohne lange Entscheidungsketten neue Ideen weiterdenken.

3. Wie findet ihr die Partner, die den Strom für enyway produzieren und wie kommt der Strom in meine Wohnung?

Wir haben eine lange Warteliste von Interessent*innen, die gerne ihren Strom an andere über enyway verkaufen wollen. So haben sie endlich die Möglichkeit, ihre grüne Energie direkt an die Verbraucher*innen weiterzugeben. Sie melden sich also bei uns.

Tatsächlich ist es auch möglich alte Ökostromanlagen zu retten. Denn viele Anlagen bekommen keine gesetzliche Vergütung mehr, weil sie zu alt sind. Über enyway können sie aber weiter betrieben werden. Denn die Kosten für die Energieerzeugung werden gedeckt und die, nach wie vor einwandfrei funktionierenden, Anlagen müssen so nicht zurückgebaut werden. Zum Beispiel gibt es da die Windmühle Carl im Süden von Hamburg, die von Jens & Klaus auch noch über die 20 Jahre hinaus betrieben werden kann und dabei viele Kunden mit klimaneutralem Strom versorgt.

Die Frage, wie der Strom zu den Kund*innen kommt, hören wir häufiger. Wir legen natürlich keine Leitung – die Gesetze der Physik können selbst wir nicht ändern. Der Strom wird von der Anlage der Stromverkäufer*innen in das deutsche Stromnetz eingespeist. Aus diesem Netz bezieht man dann seinen Strom und unterstützt durch die monatlichen Stromzahlung direkt die Personen, die auch den erneuerbaren Strom produzieren – zum Beispiel mit den Windrädern auf dem Acker um die Ecke.

Und sollte mal der Wind nicht wehen oder die Sonne nicht scheinen, ist das auch kein Problem. Die Versorgung stellt die Stromverkäufer*in immer sicher, indem zur Not Ökostrom aus anderen Anlagen hinzugekauft wird. Dabei helfen wir natürlich.

Imker Ulf hält eine gaia Bienenwachstuch in der Hand und seinen Honig.
Wer als Neukund*in bei Imker Ulf seinen Strom über enyway bezieht, bekommt mit dem Code WINDHONIG seinen Honig und ein Tuch von uns dazu. Solange der Vorrat reicht natürlich. Foto: gaia

4. Was war bisher euer schönstes Erfolgserlebnis und was eure größte Herausforderung?

Das Schönste ist natürlich, dass die Vision enyway funktioniert und so gut angenommen wird. Wir haben zwar nie daran gezweifelt, aber es ist dann doch immer wieder toll, wenn man sich vor Augen führt, wie aus einer Idee plötzlich ein richtiges und erfolgreiches Unternehmen geworden ist. Dann sind wir auch auf unsere erste crowdfinanzierte Freiflächensolaranlage sehr stolz, die wir ohne jegliche staatliche Förderung gebaut haben.

Damit haben wir bewiesen, dass die erneuerbaren Energien aus Bürger*innenhand funktionieren und sich am Markt behaupten können. Aktuell sind wir wieder sehr begeistert, da unser neues Angebot der CO2-Kompensation, die sich auch finanziell lohnt, direkt in den ersten Wochen ausverkauft wurde.Unsere größte Herausforderung sind meist wir selbst. Wir dürfen nicht den Fokus verlieren! Uns treibt der Klimawandel so um, sodass wir am liebsten 30 Ideen auf einmal umsetzen würden. Das ist mit unseren begrenzten Ressourcen allerdings schwer.

Eine weitere Herausforderung ist es, Aufmerksamkeit zu schaffen. Unser Marketingbudget ist nur ein Bruchteil von dem Betrag etablierter Unternehmen. Darum müssen wir viel stärker mit unseren Produkten überzeugen.

5. Wenn enyway ein Krafttier hätte, wäre es ein/eine ….? Und warum?

Zu uns passen am besten die Ameisen: Kleine und sehr produktive Insekten, die aber so viel leisten können wie die Großen. Nur effektiver.

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