Die beiden GrĂŒnder von Bracenet sitzen auf einem großen Ballen aus Geisternetzen.

Langer Atem gegen Geisternetze – 5 Fragen an Bracenet

You never walk alone! Unsere Reihe SAME GOAL – SAME SOUL zeigt andere Unternehmen und Organisationen, die wir gut finden und mit denen wir zusammenarbeiten. Denn wir teilen das gleiche Ziel: Wir wollen die Welt ein StĂŒck besser machen und uns gegenseitig unterstĂŒtzen.

Dieses Mal geht es um Bracenet. Das Unternehmen aus Deutschland kĂŒmmert sich um sogenannte Geisternetze, die durch den Ozean treiben und das Leben unter Wasser bedrohen. Unter dem Motto „SAVE THE SEAS, WEAR A NET“ rettet Bracenet Meerestiere und Ökosysteme, indem sie die Netze bergen. In Upcycling-Handarbeit werden sie dann Produkte wie ArmbĂ€nder und Hundeleinen verarbeitet.

1. Was wollt ihr mit Bracenet erreichen?

Langfristig verfolgen wir das Ziel, uns selbst abzuschaffen. Denn wenn es uns nicht mehr gibt, wĂ€ren die Meere endgĂŒltig vom Spuk der Netze befreit.

Bis dahin wollen wir so viel Spenden wie möglich generieren, tolle Kooperationen eingehen, als Expert*innen und Berater*innen im Thema Nachhaltigkeit und Meeresschutz Menschen, Organisationen und Unternehmen vernetzen. Und natĂŒrlich so viel Geisternetze wie möglich zu schicken Upcycling-Produkten verarbeiten. Bisher haben wir schon knapp 4,5 Tonnen verarbeitet!

2. Was treibt euch an und woher kommt die Motivation, die hinter Bracenet steckt?

Geisternetze sind ein riesiges Problem fĂŒr unsere Ozeane und werden oft in der Plastikdebatte vergessen. Allein das Great Pacific Garbage Patch besteht zu 46 Prozent aus verlorenen oder weggeworfenen Fischernetzen, den “Geisternetzen”, und jĂ€hrlich kommen 640.000 Tonnen hinzu. Diese tun, was sie am besten können: immer weiter fischen. Das Wissen ĂŒber dieses Problem treibt uns jeden Tag aufs Neue an.

Die Netze verarbeiten wir dann in Upcycling-Handarbeit in Deutschland zu neuen Produkten und spenden 10 Prozent unseres Erlöses an Healthy Seas. So können weitere Bergungsfahrten und Ausbildungen von unseren Tauchteams weltweit finanziert werden und PrĂ€ventivmaßnahmen bei Fischereien umgesetzt werden. Ein tolles GefĂŒhl!

Ein Taucher schwimmt unter Wasser. Unter dem Arm trĂ€gt er ein BĂŒndel Geisternetze.

3. Was war bisher euer schönstes Erfolgserlebnis und was eure grĂ¶ĂŸte Herausforderung?

Es hat sich eine ganze Community rund um Bracenet entwickelt, die uns großartig unterstĂŒtzt und die Botschaft weitertrĂ€gt. Fans sammeln unsere Bracenets, suchen im Urlaub nach Netzen und schicken sie uns zu, schreiben uns liebevolle Nachrichten oder ĂŒbergeben sich bei ihrer Hochzeit sogar Bracenets anstelle von Eheringen.

Dieses ĂŒberwĂ€ltigende Feedback bestĂ€tigt uns in unserer Mission und motiviert uns tĂ€glich. Zusammen mit unserem Erfolg beim Befreien der Ozeane von Geisternetzen ist dies der Beweis, dass man mit innovativen und nachhaltigen Ideen einen spĂŒrbaren Beitrag leisten kann zu einer besseren Welt.

Unsere grĂ¶ĂŸte Herausforderung ist es tagtĂ€glich fĂŒr komplett nachhaltige Lösungen einzustehen. Das ist oftmals ein sehr langer Prozess, da der Markt dafĂŒr noch nicht bereit ist und hĂ€ufig Abstriche gemacht werden. Wir wollen diese Abstriche nicht und recherchieren so lange, bis wir zu 100 Prozent ĂŒberzeugt sind.

Das ist jedes Mal wieder eine Herausforderung, da der komplett nachhaltige und transparente Weg immer der anstrengendere ist. Aber letztendlich lohnt sich genau dieser Weg am meisten fĂŒr uns und fĂŒr unseren Planeten.

4. Was ist bei euch so richtig schiefgelaufen und was habt ihr daraus gelernt?

Bisher ist glĂŒcklicherweise noch nichts so richtig schiefgelaufen. Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass Kooperationen mit kleinen Unternehmen, die schon in der „Nachhaltigkeits-Bubble“ aktiv sind, oftmals einfacher sind.

Bei großen Konzernen stĂ¶ĂŸt man oft auf viele HĂŒrden, wenn man Nachhaltigkeits-Transformation anstoßen möchte. Wir glauben aber trotzdem ganz fest daran, dass wir viel mehr bewegen können, wenn wir ĂŒber den eigenen Tellerrand hinausschauen. Deswegen setzen wir uns auch mit Unternehmen an einen Tisch, die auf den ersten Blick nicht mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht werden, denn hier gibt es noch viel unentdecktes Potenzial.

Also unser Learning: Niemals sofort resignieren und dabeibleiben! Jeder Schritt zÀhlt.

5. Wenn Bracenet ein Krafttier hÀtte, wÀre es ein/eine 
.? Und warum?

Ein Delfin! Delfine sind sehr soziale Tiere. Man trifft sie fast nie alleine an. Außerdem versprĂŒhen sie sehr viel positive Energie und sind wunderschön. Das passt zu uns, denn Bracenet glaubt daran, dass wir gemeinsam mit anderen am meisten erreichen können. Mit hĂŒbschen, nachhaltigen Produkten verbreiten wir gute Stimmung und Optimismus.

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